Anderten HAuch wenn der Spitzenreiter nicht involviert ist kommt der objektive Betrachter bei der Analyse des kommenden Spieltages nicht umher die Begegnung der Domvorstädter, die derzeit ärgster Verfolger des TV 1887 Stadtoldendorf sind, und der Drittligareserve aus Anderten (aktuell Tabellenplatz 3) als absolutes Topspiel einzustufen. Während sich die Himmelsthürer um Rückkehrer Hajo Hollatz keinen weiteren Fehltritt mehr erlauben dürfen, lauern die Hannoveraner in gefährlicher Schlagdistanz, doch noch ein Wörtchen im Aufstiegsrennen mitreden zu dürfen. Dabei trifft der wohl gefährlichste Rückraumer der Liga, Thiemo Labitzke (109 Treffer in 13 Spielen), auf das Abwehrbollwerk von der Fohlenkoppel, das im Klassenvergleich derzeit seines Gleichen sucht. Handballherz hör‘ ich dich höherschlagen? Am Samstag um 19 Uhr ist Showdown in der Fohlenkoppel-Arena.

Anderten schleicht sich bislang wenig überraschend, aber umso souveräner im Schatten des Spitzenduos durch die Saison und liegt dabei bislang lediglich drei Punkte hinter dem TuS. Gerade der oben erwähnte Thiemo Labitzke, der mit einem begnadeten Armzug ausgestattet ist sowie der quirlige Nick Graafmann tragen durch zusammen über 200 Tore dazu bei, dass die äußerst homogene Mannschaft nicht nur oben mitspielt, sondern Woche für Woche eine konstante und unaufgeregte Leistung abliefert.

Die Grün-Weißen wissen, dass gerade in eigener Halle keine Centimeter und vor allem keine Punkte hergeschenkt werden dürfen. Auch wenn der Prüfstein gegen Alfeld in der heimischen Arena nicht sonderlich hoch stand, konnte man dennoch durch eine konzentrierte Leistung überzeugen, die sich im Endresultat wiederspiegelte. Mindestens die gleiche Ruhe wie gegen Alfeld, aber im Gegenzug mehr Intensität in den Angriffsaktionen wird am Samstag vom Team von Trainer Maik Bodenburg gefordert sein.

„Auch wenn das Ergebnis etwas anderes vermuten lässt, bin ich in letzter Konsequenz nicht zufrieden mit unserer gezeigten Angriffsleistung. Anderten wird uns mehr abverlangen als noch Großenheidorn oder Alfeld und da werden Nuancen entscheidend sein“, so TuS-Übungsleiter Maik Bodenburg.

Mit welchem Kader die Himmelsthür das Duell der Verfolger bestreiten werden, wird sich erst nach dem morgigen Abschlusstraining zeigen. Eines ist jedoch klar: Egal wer dem 14er Kader angehört, wird darauf brennen der Tabellenspitze auf den Fersen zu bleiben.