MTV Großenheidorn 2 – TuS Grün-Weiß Himmelsthür 27:35 (10:12)

IMG 9272Eine beeindruckende Torhüterleistung in der ersten Halbzeit durch Schlussmann Jannik Hoppe sowie eine überragende Flügelzange Janik/Mosch, die aufgrund der kurzfristigen krankheitsbedingten Ausfälle von Marcel Gröger und Markus Watermeyer im Dauereinsatz war, sorgten am gestrigen Samstagabend für einen verdienten Auswärtserfolg, der sich jedoch erst ab der 50. Minute in sicheren Fahrwassern bewegte. Neben den eingefahrenen Punkten durften sich die Domvorstädter zusätzlich über das Comeback von Hajo Hollatz (siehe Foto) freuen, der studienbedingt bis zum Ende der Saison für die Männer von der Fohlenkoppel auf Torejagd gehen wird.

„Nachdem wir zunächst mit Hajo vereinbart hatten ab April bei uns dazu zu stoßen, freuen wir uns darüber, dass er aufgrund der momentan etwas angespannten Personalsituation im Rückraum bereits seit dieser Woche zur Verfügung steht“, beurteilt Manager Michael Kaufmann den Blitztransfer.

Dabei fügte sich der mittlerweile nicht mehr 17-jährige Hollatz nahtlos in die Abläufe der Grün-Weißen ein und konnte gestern bereits Zählbares für die Mannen von Maik Bodenburg liefern.

„Die Verbindung zum TuS ist nie abgebrochen und es war für mich selbstverständlich, mein Engagement hier aufgrund der aktuellen Lage kurzfristiger als geplant aufzunehmen“, so Hollatz zu den Geschehnissen der letzten Tage.

So konnte der 23 Jahre alte Kölner Sportstudent gestern drei Tore zum Sieg über die Oberligareserve des MTV Großenheidorn beisteuern. Bei dem Auswärtserfolg waren es allerdings vor allem Flügelflitzer Niklas Mosch und das Schlitzohr Marlon Janik, die nahezu alle Wurfversuche im gegnerischen Gehäuse unterbringen konnten und am Ende zusammen 16 Tore zum Auswärtserfolg beisteuerten. Dass am Ende ein deutliches Ergebnis und vor allem 35 Tore auf der Anzeigetafel aufleuchteten, war in der ersten Halbzeit aber nicht zu erwarten. Einige Fehlversuche auf beiden Seiten, die ein Resultat der guten Leistungen beider Schlussleute war, sorgten dafür, dass die Zuschauer zunächst nicht mit einem Offensivspektakel verwöhnt wurden und in den ersten zehn Minuten lediglich drei Treffer bejubeln durften. Ab der elften Minute gelang es dann beiden Mannschaften mehr und mehr die Tormaschinen in Gang zu setzen, sodass sich der TuS über ein 4:4 und 4:7, in der 22. Minute ein 6:10 erspielen konnte. Ein Doppelschlag durch Rechtsaußen Jakob Appel kurz vor der Pause hielt die Männer vom Steinhuder Meer dann weiterhin in Schlagdistanz und verabschiedete beide Teams mit einem 10:12 in die Kabinen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte wurde die Begegnung dann zunächst, vor allem durch ein paar umstrittene Regelauslegungen auf Seiten der Unparteiischen, zusehends hektischer. Dieser Hektik konnte die Mannschaft von Heim-Trainer Bertrand Salzwedel vorerst besser nutzen und auf 12:12 und 14:14 ausgleichen, dies sollte jedoch das letzte Unentschieden der Begegnung sein. Obwohl die Oberligareserve bis zur 50. Minute auf Tuchfühlung bleiben konnte, wahrten die Domvorstädter ihren knappen Vorsprung und zogen dann zehn Minuten vor Schluss vorentscheidend davon. Erwähnenswert ist dabei das erste Saisontor von TuS-Torhüter Arne Maushake, der einen direkten Wurf im verwaisten Gehäuse der Großenheidorner unterbringen konnte. Überraschend deutlich, aber in Summe verdient, konnten die Himmelsthürer am Ende schließlich ihren 14. Saisonerfolg feiern.

„Letztendlich zählt der Sieg und der war heute verdient. Ich hadere allerdings ein bisschen mit unserer Chancenverwertung und ein paar Undiszipliniertheiten, die wir uns definitiv in engeren Spielen so nicht erlauben dürfen“, zeigt sich TuS-Übungsleiter Maik Bodenburg im Anschluss der Partie zwiegespalten.

Spielfilm: 0:1; 1:2; 2:4; 4:6; 5:8; 6:10; 8:12; 10:12(HZ); 12:12; 14:14; 15:17; 19:21; 21:24; 21:28; 24:31; 26:33; 27:35(Ende)

Zeitstrafen: Großenheidorn 7 (davon eine blaue Karte) – Himmelsthür 6

Siebenmeter: 0/1 – 2/4

Für den TuS aktiv: Jannik Hoppe, Arne Maushake (1 Tor), Christopher Roß-Ruzicka (n.e.) – Adrian Semke (1), Julius Bartels (4), Hajo Hollatz (3), Sean Dylan Konietzny (n.e.), Thilo Hotopp (2), Christopher Kollmann, Harald König (4/davon 1 Siebenmeter), Marlon Janik (7/1), Niklas Mosch (9), Philipp Vallei (4)