TuS Grün-Weiß Himmelsthür – TSV Anderten 2 32:25 (16:15)

Wieder konnte der TuS durch eine gute Abwehrarbeit überzeugen und wieder leuchteten am Ende über 30 erzielte Tore auf der Anzeigetafel. Dabei konnten die Gäste aus Hannover den Domvorstädtern lediglich in der ersten Halbzeit Paroli bieten, bevor sich die Grün-Weißen in der zweiten Spielhälfte vor allem durch die Rückraumachse Hollatz/Bartels/Semke absetzen und das Spiel letztendlich für sich entscheiden konnten. Himmelsthür hält damit weiter Kurs Richtung Verbandsliga und steht nach 17 absolvierten Spielen mit 30:4 Punkten auf Rang zwei der Landesliga Hannover.

Groß angekündigt konnte die Begegnung der beiden Topteams der Landesliga Hannover halten, was sich die zahlreich erschienenen Zuschauer erhofft hatten. Die Männer von der Fohlenkoppel fanden einen guten Weg ins Spiel und führten nach fünf gespielten Minuten bereits mit 4:1. In der 6. Minute war es dann eine eher unglückliche als böswillige Aktion von Linksaußen Marlon Janik, die wenn auch sehr hart, aber vertretbar vom Schidesrichtergespann Thiele/Weber mit einer Disqualifikation ohne Bericht geahndet wurde und einen kleinen Bruch ins Spiel der Mannschaft von Trainer Maik Bodenburg brachte. Durch drei Treffer in Folge glich die Drittligareserve in der 9. Minute zum 4:4 aus und konnte das Spiel anschließend ausgeglichen gestalten. Während es über die komplette Partie Thiemo Labitzke war, der auf Seiten der Gäste eine wahre „One-Man-Show“ ablieferte und am Ende auf unglaubliche 17 Treffer kam, war es im Dress der Domvorstädter vor allem Adrian Semke, der die ersten 20 Minuten prägte und hier bereits fünf seiner insgesamt sieben Treffer erzielte. So schaffte es über ein 7:7, 9:9 und 14:14 keine Mannschaft sich einen nennenswerten Vorsprung zu erarbeiten, wobei der TuS nicht ein einziges Mal in Rückstand geriet. Kurz vor der Halbzeit erzielte dann Janik Ersatz Markus Watermeyer von Linksaußen die 16:14 Führung für Himmelsthür, die Labitzke mit dem Pausenpfiff korrigierte und schließlich beide Teams mit einem 16:15 Zwischenstand in die Kabine schickte.

Nach dem Pausentee änderte sich zunächst nicht viel. Während Thiemo auf Seiten der Anderter munter weiter warf und seine Nebenleute zu Statistenrollen verdammte, baute der TuS seine Führung kurzzeitig aus und musste die Gäste anschließend erneut zum 18:17 aufschließen lassen. Angetrieben durch den starken Julius Bartels und den 23-jährigen Hajo Hollatz, die entweder selber abschlossen oder Kreisläufer Christopher Kollmann in Szene setzten, starteten die Domvorstädter ab der 36. Minute ihre beste Phase und zogen durch temporeiches und konsequentes Umschaltspiel über 20:17 und 22:19 auf 26:20 davon. Unberechenbar zeigte der TuS zwischen der 44. Minute und dem Schlusspfiff dann neben der Abwehrarbeit eine seiner momentan wohl gefährlichsten Stärken und erzielte die letzten 8 Tore durch 7 unterschiedliche Schützen. Rechtzeitig eingetütet kam dann zwar ab 55. Minute noch einmal etwas Hektik auf. Diese sollte den Himmelsthürern aber nicht mehr gefährlich werden.

„Ich sage meiner Mannschaft immer wieder, dass wir keine überragenden Einzelkönner haben, die ein Spiel alleine entscheiden können. Dass das eher eine Waffe als ein Nachteil ist haben wir heute eindrucksvoll gezeigt. Sechs verschiedene Torschützen mit vier oder mehr Treffern sprechen da eine eindeutige Sprache“, zeigt sich TuS-Trainer Maik Bodenburg nach der Partie zufrieden.

Spielfilm: 1:0; 4:1; 4:4; 7:7; 9:9; 11:9; 12:12; 14:14; 16:15(HZ); 18:16; 19:17; 21:17; 23:19; 26:20; 28:24; 29:25; 32:25(Ende)

Zeitstrafen: Himmelsthür 3 (davon eine rote Karte (o.B.)) – Anderten 4

Siebenmeter: 0/1 – 4/6

Für den TuS aktiv: Christopher Roß-Ruzicka, Arne Maushake – Adrian Semke (7 Tore), Julius Bartels (6), Hajo Hollatz (4), Markus Watermeyer (4), Thilo Hotopp, Christopher Kollmann (4), Harald König (1), Simon Oertel, Marlon Janik, Niklas Mosch (5), Philipp Vallei (1)