TuS Grün-Weiß Himmelsthür – MTV Rohrsen 41:18 (19:8)

Von Beginn an dominierten die Domvorstädter das Spiel nach Belieben und ließen dem Tabellenschlusslicht aus Rohrsen keine Chance. Schon zur Halbzeit erspielte sich die Bodenburg-Sieben eine deutliche 11-Tore Führung, die bis zum Ende sogar noch auf 23 Treffer Differenz ausgebaut wurde. Während die Himmelsthürer damit in der Fohlenkoppel-Arena ungeschlagen bleiben und über Ostern an der Tabellenspitze verweilen, dürfte für den MTV Rohrsen das Kapitel Landesliga vorerst ad acta gelegt werden müssen.

Von Anfang an präsentierte sich der TuS im Stile einer Spitzenmannschaft. Zwar schafften es die Gäste in den ersten zehn Minuten noch ein ums andere Mal durch überraschende Würfe den Ball im Gehäuse von Keeper Jannik Hoppe unterzubringen, aber auch diese Nachlässigkeiten konnte der durch das Fehlen von Thilo Hotopp und Philipp Vallei neu formierte Mittelblock Watermeyer/Busche schnell beseitigen und bildete fortan ein für den MTV nahezu unüberwindbares Bollwerk. Vorne brauchte es ein paar Minute um sich auf die Manndeckung gegen Kapitän Simon Oertel einzustellen, doch die sich dadurch bietenden Lücken konnten zunächst Julius Bartels und Kevin Busche entweder selber nutzen oder das Spiel über die Kreisposition bzw. die Außenspieler forcieren, bevor es Markus Watermeyer immer mehr in den Rückraum zog, von wo er die Bälle mit Urgewalt in die Maschen hämmerte. Auch Adrian Semke bewies ab Mitte der ersten Halbzeit seine Shooter Qualitäten und ließ dem etwas überforderten Abwehrverbund der Gäste aus zweiter Reihe keine Chance.  So führten die Himmelsthürer in der 15. Minute bereits mit 11:4 und zogen bis zur Halbzeit über 14:4 und 17:7, vorentscheidend auf 19:8 davon.

In der zweiten Hälfte erlaubte sich TuS-Trainer Maik Bodenburg einige Wechsel, die dem Drang der Grün-Weißen jedoch in keiner Weise Abbruch taten. Nicht nur Routinier Marcel Gröger fügte sich nahtlos durch blitzsaubere Treffer in die Geschicke des TuS ein, auch der junge Hajo Hollatz ließ seine Gegenspieler alt aussehen und traf innerhalb von zehn Minuten gleich dreimal. Nicht zuletzt ersetzte Christopher Werner Roß-Ruzicka den gute aufgelegten Jannik Hoppe zwischen den Pfosten, der eine ebenso gute Leistung zeigte und durch Paraden mit nahezu allen Körperteilen auf sich aufmerksam machte. Das Resultat war schließlich, dass die Rohrsener zwar bis zur 35. Minute den Rückstand nahezu aufrechterhalten konnte, dann jedoch deutlicher abreißen lassen mussten. Binnen weniger Minuten leuchtete ein 27:10 auf der Anzeigetafel, das auch durch einen Doppelschlag der Gäste nicht weniger beeindruckte. 29:14 und 34:15 waren die weiteren Stationen, bevor Hajo Hollatz mit dem Schlusspfiff den 41:18 Endstand erzielte.

„Wenn man abstiegsbedrohte Mannschaften erst einmal ins Spiel kommen lässt kann es gefährlich werden, wir waren aber heute von Beginn an präsent und haben Rohrsen gezeigt, dass hier heute nichts zu holen ist. Die Punkte und nicht zuletzt auch der Ausbau der Tordifferenz waren wichtig. Nach Ostern beginnt die Crunchtime“, so Trainer Maik Bodenburg nur Minuten nach dem Abpfiff.

Spielfilm: 0:1; 3:1; 6:3; 9:4; 14:4; 15:6; 17:7; 18:8; 19:8(HZ); 21:9; 22:10; 27:10; 27:12; 30:14; 35:15; 38:16; 41:18(Ende)

Zeitstrafen: Himmelsthür 1 – Rohrsen 1

Siebenmeter: 1/2 – 0/2

Für den TuS aktiv: Arne Maushake (n.e.), Jannik Hoppe, Christopher Roß-Ruzicka – Adrian Semke (4 Tore), Julius Bartels (6), Marcel Gröger (2), Kevin Busche (5), Hajo Hollatz (5), Markus Watermeyer (5), Christopher Kollmann (3/davon 1 Siebenmeter), Harald König (3), Simon Oertel (3), Marlon Janik (2), Niklas Mosch (3)