TVE Sehnde – TuS Grün-Weiß Himmelsthür 23:25 (10:11)

Auch wenn die Domvorstädter am gestrigen Abend nach einem wenig hochklassigen, aber spannenden und kampfbetonten Spiel als Sieger vom Feld gehen konnten, wirkte die Nachricht über eine definitiv ausbleibende Relegationsrunde wie Blei über der Siegeseuphorie der Himmelsthürer. Trotz aller gegebenen Voraussetzungen für die Durchführung einer Relegation entschieden sich die HVN-Funktionäre gegen die Austragung. Aufgrund einer nahezu nicht existenten Chance auf einen Ausrutscher des TV 87 Stadtoldendorf am letzten Spieltag beim bisher sieglosen Schlusslicht aus Rohrsen beginnen damit, trotz 44 gesammelter Punkte und lediglich drei Niederlagen, die Planungen für eine weitere Landesligasaison.

Trotz perfekter Rahmenbedingungen fiel es beiden Mannschaften schwer in die Partie zu kommen. Während sich die Sehnder, bedingt durch eine gute TuS Abwehr und einem zu Beginn gut aufgelegten Arne Maushake zwischen den Pfosten, kaum Chancen erspielen konnten, war es bei den Himmelsthürern die Präzision der Abschlüsse, die das Spiel offenhielt. So führten die Domvorstädter zwar schnell mit 2:0, kassierten dann aber das 2:1, welches bis zur 14. Minute (!) Bestand hatte. Danach kamen die Himmelsthürer besser ins Spiel und konnten bis auf 6:2 erhöhen. Etliche Fehlerversuche führten dann dazu, dass die Gastgeber in der 24. Minute auf 6:6 ausgleichen konnten. Eine Auszeit von Trainer Maik Bodenburg brachte schließlich noch einmal Schwung in die Angriffsgeschicke der Männer von der Fohlenkoppel, die danach zwischenzeitlich auf 11:8 erhöhten, durch technische Fehler dann die Hausherren bis zur Halbzeitpause und einem Stand von 10:11 wieder ins Spiel kommen ließen.

In der zweiten Halbzeit zeigte sich der TuS dann vorerst etwas unaufmerksam, was der TVE zur ersten Führung der Partie (12:11) nutzen konnte. Auch die weiteren Minuten gehörten dem Gastgeber, der bis zur 38. Minute auf 15:13 erhöhen konnte. Zwei Minuten reichten jedoch dem TuS um den Rückstand zu egalisieren und ihrerseits in einer Führung zu verwandeln. Ab der 40. Minute wurde das Spiel dann zusehends hektischer. Viele Nickligkeiten sorgten dafür, dass auf beiden Seiten kein wahrer Spielfluss entstehen sollte, wobei es vor allem Julius Bartels auf Seiten der Himmelsthürer durch individuelle Aktionen gelang zum Torerfolg zu kommen oder seine Mitspieler in Szene zu setzen. Bis zur 52. Minute und einem Stand von 20:20 blieb die Begegnung schließlich ausgeglichen, bevor zwei Tore der Himmelsthürer einen ersten Fingerzeig in Richtung Endresultat der Partie lieferten. Auch wenn die Sehnder noch einmal anschließen konnten, war es in der 60. Minute Niklas Mosch, der mit seinem 5. Treffer den Deckel zum 25:23 draufmachte.

„Es ist natürlich schön, dass wir gewonnen haben, aber so richtige Freude will aufgrund der ganzen Relegationsdiskussion nicht aufkommen“, hält sich die Euphorie von Trainer Maik Bodenburg nach dem Auswärtserfolg in Grenzen.

Spielfilm: 0:1; 1:2; 2:4; 2:6; 6:6; 7:9; 8:11; 10:11(HZ); 11:11; 13:12; 15:13; 16:16; 17:17; 20:20; 20:22; 21:23; 23:25(Ende)

Zeitstrafen: Sehnde 7 (davon eine rote Karte (o.B.) – Himmelsthür 6

Siebenmeter: 3/3 – 2/3

Für den TuS aktiv: Arne Maushake, Christopher Roß-Ruzicka, Adrian Semke (5 Tore/davon 3 Siebenmeter), Julius Bartels (5), Marcel Gröger (2), Kevin Busche, Hajo Hollatz (1), Markus Watermeyer (1), Thilo Hotopp, Christopher Kollmann (2), Simon Oertel (3), Marlon Janik (n.e.), Niklas Mosch (5), Philipp Vallei (1)