TSV Friesen Hänigsen – TuS Grün-Weiß Himmelsthür 26:26 (13:9)

Ja, erneut bringen die Grün-Weißen keinen Zweier mit zurück an die Fohlenkoppel. Ja, erneut konnte man spielerisch wenige Akzente setzen. Aber: Die Mannschaft lebt! Trotz eher verkorkster 20 Minuten der ersten Hälfte und auch einer schwierigen Startphase der zweiten Halbzeit, brachten sich die Domvorstädter, die in Harald König (6 von 7 verwandelte Siebenmeter) und Adrian Semke (4 von 4 verwandelte Siebenmeter) zwei souveräne Strafschützen hatten, durch eine Willensleistung zurück in die Partie und können trotz unglücklichen Schlusssekunden unterm Strich mit erhobenem Hauptes aus der Begegnung gehen, in der sich die Friesen in eigener Halle wie erwartet als harter Brocken erwiesen.

Zu Beginn schien der TuS über die Winterpause zu vergangener Stärke zurückgefunden zu haben. Eine gute Abwehr und Torhüterleistung sowie überfallartige Angriffe sorgten für eine schnelle 4:0 Führung (6. Minute). Danach war dann jedoch vorerst Schluss mit der Herrlichkeit. Kaum Tiefe im Angriffsspiel und ungenaue Abschlüsse, gepaart mit einer zu lässigen und unkonzentrierten Abwehrhaltung brachten den Gastgeber zurück ins Spiel, der fortan den Ton angab und sich prompt bis zur 25. Minute auf 12:7 absetzte. Alte Stigmata wurden sichtbar, die sich in einem temporär antriebslosen Spiel wiederspiegelten und es den Friesen mitunter einfach machten, Tore zu erzielen und somit eine 13:9 Führung mit in die Halbzeit zu nehmen.

Welche Worte Markus von Aspern auch immer in der Kabine fand, sie schienen die Richtigen gewesen zu sein. Trotz einer kleinen Startschwierigkeit bissen sich die Männer von der Fohlenkoppel ab der 35. Minuten immer weiter ins Spiel und ließen den bis dato vorhanden 15:11 Vorsprung der Hausherren immer weiter schmelzen. Dabei waren es weniger Situationen zum Zunge schnalzen, als viel mehr die Überzeugenden Zweikämpfe, die das Spiel der Grün-Weißen wiederbelebte und entweder zu Toren oder Strafwürfen führten. Zudem brachte eine Umstellung der Abwehr auf eine 5:1 Varianten neuen Schwung in die Abwehrbemühungen. Weiterhin vorhandene Abstimmungsschwierigkeiten sorgten dabei zwar auch für zum Teil einfache Gegentore, letztendlich wogen die Ballgewinne und daraus resultierenden Tempogegenstöße diese jedoch mehr als wieder auf, sodass die Mannschaft um Torhüter Jannik Hoppe in der 52. Minute ausgleichen und anschließend sogar mit 23:22 in Führung gehen konnte. Danach wurde es dramatisch. 20 Sekunden vor Schluss und mit einer Führung im Rücken konnten die Himmelsthürer den Ball nicht im gegnerischen Gehäuse unterbringen und kassierten im letzten Angriff der Partie dann den umjubelten Ausgleichstreffer durch Alexander Nahtz, der am Ende mit 9 Treffern (davon 4 Siebenmeter) bester Torschütze des Spiels wurde.

„Wir könnten hier das Spiel erneut ins Kleinste auseinandernehmen und unsere Fehler sezieren, aber ich finde es viel wichtiger das Positive mitzunehmen und das ist sicherlich, dass wir uns zu keinem Zeitpunkt aufgegeben und bis zum Ende Wille gezeigt haben. Hätte wir in der ersten Halbzeit ähnlich agiert, wäre auch mehr möglich gewesen“, zieht von Aspern nach der Partie ein positives Fazit.

Spielfilm: 0:1; 0:4; 3:5; 6:5; 8:7; 12:7; 13:9(HZ); 14:9; 15:11; 16:14; 19:17; 21:19; 22:22; 23:23; 25:24; 25:26; 26:26 (Ende)

Siebenmeter: Friesen 5/4 – Himmelsthür 10/11

Zeitstrafen: 7 – 5

Für den TuS aktiv: Jannik Hoppe, Christopher Roß-Ruzicka – Adrian Semke (6 Tore/davon 4 Siebenmeter), Thomas Lojowksy, Daniel Kroll, Valentin Rippich (2), Kevin Busche, Markus Watermeyer (1), Johannes Hofherr, Harald König (7/6), Simon Oertel (7), Marlon Janik, Niklas Büsener (n.e.), Philipp Vallei (3)