Hannoverscher SC – TuS Grün-Weiß Himmelsthür 25:28 (12:12)

Die Domvorstädter konnten am gestrigen Sonntagnachmittag die hart geführte, aber zu keinem Zeitpunkt unfaire Begegnung gegen den bis dahin amtierenden Spitzenreiter für sich entscheiden und grüßen dadurch seit dem vergangenen Spieltag von Platz 1 der Landesliga Hannover. Die auffälligsten Akteure auf Seiten der Grün-Weißen waren Adrian Semke (7/2) und Harald König (9/5), die alle sieben Strafwürfe im gegnerischen Gehäuse unterbringen konnten und gemeinsam fast zwei Drittel der Himmelsthürer Tore erzielten.

Beide Mannschaften haderten schon im Vorfeld mit den durchaus bescheidenen Rahmenbedingungen. Ohne Patte, auf einem Geläuf, auf dem man ohne weiteres auch Gold im Eiskunstlauf hätte ergattern können sowie mit technischen Problemen, aufgrund derer sich der Anpfiff nach hinten verschob, war bereits im Vorfeld eine Evergreen-Liste abgehakt, bei der jedes Handballerherz höherschlägt. Trotz aller Umstände entwickelte sich dann jedoch schnell ein munteres Spiel auf Augenhöhe, bei dem der TuS zunächst den besseren Start erwischte und mit 0:4 in Führung gehen konnte. Technische Fehler und eine leichte Abschlussschwäche ließen diesen Vorsprung dann nur noch bis zum 6:6 aufrechterhalten, wobei es vor allem die Ballverluste der Domvorstädter im Angriff waren, die den HSC zurück ins Spiel brachten. Im Gleichschritt bewegten sich beide Mannschaften anschließend Richtung Halbzeit, die mit einem 12:12 einen leistungsgerechten Zwischenstand abbildete.

Auch wenn die Männer von der Fohlenkoppel den ersten Treffer der zweiten Spielzeit erzielen konnten, waren es die Gastgeber, die vorerst das Heft in die Hand nahmen und mit 15:13, 16:14 und 19:17 in der 41. Minute in Führung gehen konnten. Eine rote Karte gegen den HSC-Rückraumer Lukas Riegel sorgte dann für einen Bruch im Spiel der Hausherren. Schwindende Kräfte bei den Hannoveranern und eine strukturierte Schlussphase der Himmelsthürer, gepaart mit einem sicher parierenden Jannik Hoppe im Tor des TuS sorgten bis zur 49. Minute dafür, dass sich die Domvorstädter zum ersten Mal seit der 12. Minute mit drei Toren zum 20:23 absetzen konnten. Diese Differenz hielt auch bis zur 54. Minute durch einen Treffer von Christopher Kollmann bestand, bevor Adrian Semke und Harald König durch das 23:27 und 24:28 den Deckel draufmachen konnten.

"Wir haben während des Spiels alle Rahmenbedingungen gut ausblenden können und am Ende einmal mehr vor allem durch eine Teamleistung überzeugen können", gibt sich TuS-Manager Michael Kaufmann zufrieden.

Wehrmutstropfen nach einer kämpferisch guten Partie bleibt eine erneute Knieverletzung von Kreisläufer Christopher Hartwig, der vermutlich für längere Zeit ausfallen wird.

Spielfilm: 0:1; 0:4; 2:5; 3:6; 6:6; 8:8; 11:11; 12:12(HZ); 12:13; 15:13; 16:15; 19:17; 19:19; 20:21; 20:23; 22:23; 23:26; 24:27; 25:25(Ende)

Zeitstrafen: HSC 3 – Himmelsthür 2

Siebenmeter: 4/6 – 7/7

Für den TuS aktiv: Jan Kastening, Jannik Hoppe – Adrian Semke (7 Tore/davon 2 Siebenmeter), Thomas Lojowsky, Daniel Kroll (1), Johannes Hofherr, Christopher Kollmann (1), Harald König (9/5), Mitchell Mielecke (1), Simon Oertel (4), Marlon Janik (4), Christopher Hartwig, Philipp Vallei (1)