SG Börde Handball 2 – TuS Grün-Weiß Himmelsthür 22:29 (9:16)

Trotz einer durchwachsenen Leistung konnten die Domvorstädter am gestrigen Abend einen in Gänze kaum gefährdeten Auswärtssieg einfahren und verweilen dadurch, auch durch die Niederlage von Verfolger MTV Großenheidorn 2, weiter an der Tabellenspitze. Die besten Torschützen waren Niklas Mosch (8 Tore) und Christopher Kollmann (6), die zusammen beinahe die Hälfte der TuS-Treffer beisteuerten.

Zu Beginn taten sich die Himmelsthürer zunächst schwer. Trotz einer guten Deckungsarbeit und einem sicher parierenden Jan Kastening im Gehäuse, konnten die Gastgeber das Spiel, vor allem durch Unachtsamkeiten im Angriffsspiel der Männer von der Fohlenkoppel, mit 3:4 eng gestalten. Knapp vier Minuten reichten dem TuS dann jedoch aus um auf 9:3 zu erhöhen und sich ein erstes Torepolster zu erspielen. In dieser Phase war es vor allem das Himmelsthürer Umschaltspiel, das zum Erfolg führte, während man im Positionsangriff teilweise zu phlegmatisch agierte und die robuste, aber statische Abwehr der Oberligareserve vor keine besonderen Aufgaben stellte. So hielt der Abstand bis zur 25. Minute inne, bevor das Team um Regisseur Mitchell Mielecke erneut einen Turbo zünden und bis zur Halbzeit auf 16:9 erhöhen konnte.

Die zweite Hälfte erwies sich schließlich als schwere Kost. Nachdem die Domvorstädter positiv starten konnten, war die gute zweite Welle der Himmelsthürer kaum noch zu sehen und auch im geordneten Angriff war es eher Stückwerk, das zwar gelegentlich zum Torerfolg, aber auch einigen technischen Fehlern führte. Eine leicht konfuse Linie der Schiedsrichter und ein paar unschöne Fouls auf beiden Seiten taten dann ihr Übriges, dem Spiel einen faden Beigeschmack von „Sunday League“ zu verpassen, bei dem der TuS dennoch immer mit mindestens vier Treffern die Oberhand behielt. So war das 16:20 in der 44. Minute die engste Tuchfühlung der Hausherren, die anschließend und schlussendlich noch einmal auf sieben Tore und bis zum 22:29 Endstand abreißen lassen mussten.

„Das weiß man meistens vorher, dass solche Spiele nicht in die Geschichtsbücher eingehen, aber im Nachhinein haben wir die Aufgabe souverän über die Bühne bringen können“, findet Maik Bodenburg eine bildhafte Beschreibung der absolvierten 60 Minuten.

Spielfilm: 0:1; 2:2; 2:4; 3:6; 4:9; 7:11; 8:13; 9:16(HZ); 10:18; 15:20; 17:23; 18:25; 20:27; 22:29(Ende)

Zeitstrafen: Börde 8 (davon eine rote Karte) – Himmelsthür 6

Siebenmeter: 4/5 – 2/2

Für den TuS aktiv: Jannik Hoppe, Jan Kastening – Adrian Semke (3 Tore/davon 2 Siebenmeter), Thomas Lojowsky (n.e.), Daniel Kroll (2), Markus Watermeyer (2), Johannes Hofherr (n.e.), Christopher Kollmann (6), Harald König, Mitchell Mielecke (2), Simon Oertel (n.e.), Marlon Janik (4), Niklas Mosch (8), Philipp Vallei (2)