TuS Grün-Weiß Himmelsthür – TSV Anderten 2 29:33 (15:15)

Zum ersten Mal seit fast zwei Jahren mussten die Zuschauer an der Himmelsthürer Fohlenkoppel erleben, wie am Ende nicht die Heimsieben jubeln durfte. Wie schon vor zwei Saisons war es auch dieses Mal die Drittligareserve aus Anderten, die sich verdientermaßen feiern lassen durfte. Trotz der Niederlage verweilt der TuS jedoch weiterhin an der Tabellenspitze und befindet sich mit 11:3 Punkten und einem Punkt Differenz vor dem Verfolger aus Hannover.

Von Beginn an legten beide Mannschaften ein enormes Tempo an den Tag, bei dem der TSV zwar tonangebend war, die Himmelsthürer jedoch jedes Mal postwenden egalisieren konnten, bevor zwei Treffer der Grün-Weißen in Folge die erste, aber auch einzige Heimführung (6:5) der Partie brachten. Bezeichnend für die hohe Spielgeschwindigkeit war die Tatsache, dass die Zuschauer in der 8. Minute bereits 12 Tore (6:6) geboten bekamen. Danach nahm die Torfrequenz etwas ab, was jedoch eher an den nun vermehrt auftretenden technischen Fehlern und Fehlwürfen des Gastgebers lag. Ausgenutzt durch die in Rot agierenden Gäste, schafften die Anderter in der 12. Minute die erste drei Tore Führung (6:9), die bis zum 7:10 bestand hatte. Eine gute Phase der Himmelsthürer sorgte schließlich für den 12:12 Ausgleich in der 21. Minute. Danach bewegten sich beide Mannschaften im Gleichschritt Richtung Halbzeit, zu der sich die Teams mit einem 15:15 Remis in die Kabinen verabschiedeten.

Die zweite Hälfte sollte schließlich dem TSV gehören. Begünstigt durch die unglückliche Regelauslegung der Unparteiischen nahm die Fehlerquote auf beiden Seiten deutlich zu, was jedoch die Gäste besser zu nutzen wussten. So setzten sich die Hannoveraner schnell mit zwei Toren ab und hielten diese Different bis zur 45. Minute aufrecht. Technische Fehler und der stark parierende Anderter Schlussmann verhinderten in dieser Phase, dass die Himmelsthürer das Ruder noch einmal herumreißen konnten. Ganz im Gegenteil war es der Gast, der in der 47. Minute sogar auf 23:26 erhöhte. Der kämpfende, aber glücklose TuS konnte bis zur 54. Minute zwar noch einmal auf 27:29 verkürzen, musste dann jedoch durch drei Gegentreffer in Folge abreißen lassen und konnte letztendlich nur noch Ergebniskosmetik betreiben.

„Es ist natürlich kein schönes Gefühl in der eigenen Halle jemand anderen feiern zu lassen zu müssen, aber in der zweiten Hälfte haben wir in den entscheidenden Phasen einfach nicht das Glück und die Muße gehabt das Spiel noch einmal zu drehen. Auch solche Spiele gibt es leider, aber das sollte jetzt nicht dazu führen alles in Frage zu stellen“, richtet Trainer Maik Bodenburg den Blick nach vorne.

Spielfilm: 0:1; 2:2; 4:4; 6:4; 7:9; 8:10; 12:12; 14:14; 15:15(HZ); 15:16; 17:17; 18:20; 20:22; 22:24; 23:26; 25:28; 26:29; 27:32; 29:33(Ende)

Zeitstrafen: Himmelsthür 4 – Anderten 4

Siebenmeter: 3/3 – 1/2

Für den TuS aktiv: Jannik Hoppe, Jan Kastening – Adrian Semke (9 Tore/davon 2 Siebenmeter), Thomas Lojowsky, Daniel Kroll (4), Kevin Busche, Markus Watermeyer, Johannes Hofherr (2), Christopher Kollmann (2), Harald König, Mitchell Mielecke (n.e.), Simon Oertel (9/1), Marlon Janik (n.e.), Niklas Mosch (3)