TuS Bothfeld – TuS Grün-Weiß Himmelsthür 26:31 (15:14)

Vor allem aufgrund einer nicht guten, aber akzeptablen zweiten Halbzeit, in der Harald König sieben seiner insgesamt elf Treffer erzielte und damit zum Matchwinner avancierte, halten die Domvorstädter weiterhin Kontakt zur Spitzengruppe im Kampf um Platz zwei. Wenig Glanz dafür jedoch viel Krampf geben den Grün-Weißen dabei einige Hausaufgaben mit, die es für die nächsten Spiele aufzuarbeiten gilt.

Die Himmelsthürer fanden überhaupt nicht in die Partie und konnten sich dabei auch nicht auf die zuletzt im Schnitt durchaus gute Abwehrarbeit verlassen. Nachlässigkeiten und Unkoordiniertheiten erlaubten dem Gastgeber, der ebenfalls nur mit Wasser kochte, viel zu einfache Tore, die gepaart mit einigen Ballverlusten im Angriff sogar für eine zwischenzeitliche vier Tore Führung (11:7) sorgten. Einige ungenutzte Großchancen verlangsamten zusätzlich den Akklimatisierungsprozess der Männer von der Fohlenkoppel, die erst in der 19. Minute etwas Zugriff fanden und prompt durch Tore von Vallei, Semke, König und Kollmann zum 11:11 egalisieren konnten. Auch wenn der Knoten immer noch nicht platzen wollte, hielt man zumindest bis zum Halbzeitpfiff das Unentschieden, das jedoch durch einen direkt verwandelten Freiwurf der Hannoveraner noch einmal korrigiert wurde.

Auch wenn in der Defensive immer noch kaum etwas zusammenlief, merkte man den Himmelsthürern in der zweiten Hälfte jedoch zumindest im Vorwärtsgang eine stärkere Entschlossenheit an. Bis zum 23:23 entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch, der zwar weniger in Glitzer getaucht, aber wenigstens in Schweiß getränkt war und so den Zuschauern ein kampfbetontes Spiel bot. Erwähnenswert in dieser Phase war das erste Pflichtspieltor von Youngster Niklas Büsener, der insgesamt eine sichere und unaufgeregte Leistung zeigte. In der 49. Minute schaffte Harald König dann per Strafwurf die erst dritte Führung der Domvorstädter, die schließlich (Achtung: Spoiler!) bis zum Schlusspfiff bestehen blieb. Den Hausherren war nun anzumerken, dass die Kraftreserven schwanden, was es den Himmelsthürer relativ einfach machte vorentscheidend auf 23:26 davonzuziehen. Nach einem 3:3 Lauf sorgten dann zwei weitere Treffer der Gäste dafür, dass das Ergebnis letztendlich höher ausfiel, als es das wacker kämpfende Tabellenschlusslicht verdient hatte.

„Im Grunde spielen wir in Halbzeit zwei 17:11, was vollkommen in Ordnung ist. Dennoch müssen wir aufarbeiten, was wir in der ersten und auch Teilen der zweiten Hälfte falsch gemacht haben, um auch solche Spiele in Zukunft wieder sicherer zu gestalten. Am Ende zählen hier aber natürlich ganz klar die Punkte“, gab Trainer Markus von Aspern eine kurze Analyse.

Spielfilm: 0:1; 2:2; 4:5; 7:6; 9:6; 11:7; 11:11; 13:12; 14:14; 15:14(HZ); 15:15; 17:17; 19:19; 21:21; 23:23; 23:26; 26:29; 26:31(Ende)

Zeitstrafen: Bothfeld 5 – Himmelsthür 3

Siebenmeter: 0 – 6/7

Für den TuS aktiv: Christopher Roß-Ruzicka, Jan Kastening – Adrian Semke (3 Tore), Thomas Lojowsky (n.e.), Valentin Rippich (1), Kevin Busche, Johannes Hofherr (1), Christopher Kollmann (4/davon 2 Siebenmeter), Harald König (11/4), Simon Oertel (4), Marlon Janik (4), Niklas Büsener (1), Philipp Vallei (2)