TuS Grün-Weiß Himmelsthür – SG Börde Handball 2 24:19 (11:12)

Lange Zeit taten sich die Domvorstädter mehr als schwer gegen den unangenehm zu bespielenden Nachbarn aus dem Tabellenkeller. Am Ende erwiesen sich die Grün-Weißen jedoch als die Mannschaft mit dem längeren Atem und siegten letztendlich durch eine Leistungssteigerung in der Schlussviertelstunde. Während der Derbysieg für die Domvorstädter bedeutet, sich weiterhin nach oben orientieren zu dürfen, bleibt die Situation für die Börde Adler zwar punktemäßig unverändert, jedoch realistisch betrachtet mit wenig Aussicht auf einen Verbleib in der Landesliga Hannover.

Fast über die komplette erste Halbzeit zeigte sich der Gast als die wachere und konsequentere Mannschaft, während dem TuS gerade vorne wenig einfiel und man auch in der Abwehr gegen die vergleichsweise klein gewachsenen Rückraumspieler der SG oft zu passiv agierte, suchte die Mannschaft von Kai Böttcher ihr Heil in der Flucht, ging mit 0:1 in Führung und baute diese bis zum 3:6 aus. Diese Differenz hielt bis zur 26. Minute inne, in der zunächst Jan Kastening einen Strafwurf entschärfen konnte, woraufhin Thomas Lojowsky und Philipp Vallei für den Anschluss sorgen konnten. Zwei weitere Treffer, verteilt auf beide Seiten, sorgten dann für den 11:12 Halbzeitstand.

Auch in Halbzeit zwei lebte die Begegnung eher von Stückwerk als flüssigen Kombinationen, wobei sich der TuS weiterhin äußerst schwertat, gute Chancen zu erspielen, bzw. diese im gegnerischen Gehäuse unterzubringen. So blieb das Spiel bis zum 13:15 offen. Nachdem TuS-Kapitän Simon Oertel in der 40. Minute seinen ersten Treffer der Partie erzielen konnte und auf 14:15 verkürzte, sorgte im fast direkten Anschluss ein beherzt unüberlegter Vereitelungsversuch eines Tempogegenstoßes für die Disqualifikation (ohne Bericht) des Spielführers. Mit gelöster Bremse stellte sich dieser Verlust jedoch anscheinend als X-Faktor heraus, da den Himmelsthürern nicht nur der folgende Siebenmetergegentreffer verwehrt blieb, sondern man direkt, durch zwei Treffer in Folge, das Ruder übernahm und binnen zehn Minuten und vorentscheidend auf 21:16 davonzog. Alles weitere war dann nur noch Ergebniskosmetik, die durch einen verwandelten Strafwurf der Gäste nach Abpfiff ihr Ende fand und sich durch ein 24:19 auf der Anzeigetafel abbildete.

„Es ist natürlich immer positiv, wenn man sich am Ende noch einmal steigern kann. Leider wirft der restliche Verlauf jedoch, auch im Hinblick auf unser Spiel in Bothfeld, eher Fragen auf, als dass er antworten liefert“, weiß Markus von Aspern um die Notwendigkeit einer Leistungssteigerung im Spiel der Grün-Weißen.

Spielfilm: 0:1; 1:3; 3:4; 3:6; 6:9; 8:11; 10:11; 11:12(HZ); 11:13; 12:14; 13:15; 16:15; 18:16; 21:16; 23:17; 24:19(Ende)

Zeitstrafen: Himmelsthür 8 (davon eine rote Karte (o.B.)) – Börde 5

Siebenmeter: 4/5 – 1/3

Für den TuS aktiv: Jan Kastening, Christopher Roß-Ruzicka (n.e.) – Adrian Semke (5 Tore), Thomas Lojowsky (1), Daniel Kroll (4), Valentin Rippich, Kevin Busche (1), Markus Watermeyer (2), Johannes Hofherr (n.e.), Christopher Kollmann (n.e.), Harald König (3/davon 1 Siebenmeter), Simon Oertel (1), Marlon Janik (5/3), Philipp Vallei (2)