TuS Grün-Weiß Himmelsthür – TuS Vinnhorst 2 28:27 (13:17)

Nach einem, im Vergleich zum Hinspiel, fast gespiegelten Spielverlauf, bei dem die Domvorstädter satte 45 Minuten einem Rückstand hinterherliefen und dort zum ersten Mal ausgleichen konnten, bevor lediglich die zweite Führung der Partie dann den „Lucky Punch“ bedeutete. Umso glücklicher scheint dieser Last-Minute Siegtreffer durch Christopher Kollmann auch deswegen, weil eine wenn auch nicht grundsätzlich Falsche, aber zumindest umstrittene Schiedsrichterentscheidung den Weg ebnete. Nicht abzusprechen ist den Himmelsthürern jedoch eine leidenschaftlich geführte zweite Halbzeit, in der man unterm Strich einen vier Tore Rückstand drehen und in einen Sieg ummünzen konnte.

Von der ersten Sekunde an erfreute sich TuS-Kapitän Simon Oertel einer verordneten kurzen Leine in Form einer Manndeckung, die es den Himmelsthürern vorerst schwer machte in die Begegnung zu finden, zumal man in den ersten 30 Minuten auch in der Abwehr wenig Lösungen für das Angriffsspiel der Gäste fand. Gerade im Zweikampfverhalten offenbarte die Von Aspern-Truppe dabei einige Schwächen, die es den Vinnhorstern ermöglichte, in der 25. Minute schließlich das erste Mal mit vier Toren in Führung zu gehen. Auch wenn man sich im Laufe der ersten Hälfte im Angriff steigern konnte, war es eher Stückwerk, das letztendlich immerhin für 13 Treffer auf der Habenseite sorgte. Hier Stach vor allem Phlipp Vallei hervor, der nicht nur seine Qualitäten aus der Distanz unter Beweis stellen konnte, sondern sich auch ein ums andere Mal im eins gegen eins durchsetzte und in Halbzeit eins bereits fünf seiner insgesamt acht Treffer erzielen konnte.

Zur Freude der heimischen Fans kamen die Männer von der Fohlenkoppel dann mit einer merklich veränderten Körpersprache aus der Kabine. Eine deutliche Steigerung im Abwehrverhalten schenkte den Hannoveraner nun nahezu keine einfachen Treffer mehr, sodass aus Sicht der Himmelsthürer 15 Minuten und ein 7:3 Lauf reichten, um zum ersten Mal  in der Begegnung auszugleichen und das Spiel fortan auf Augenhöhe zu gestalten. Auch wenn der TuS von der Innerste noch einmal drei Treffer zwischen sich und den Gegner kommen ließ (22:25), tat dies der positiven Einstellung keinen Abbruch, was nur wenige Minuten später für den erneuten Ausgleich und sogar die erste Führung (26:25) sorgte. In dieser Phase konnte vor allem Marlon Janik von der Außenposition glänzen, der innerhalb von knapp zehn Minuten gleich dreimal einnetzte. Hektische Schlussminuten, mit einem zugegebenermaßen etwas glücklichen Pfiff für die Hausherren brachten dann noch einmal Christopher Kollmann an die Strafwurflinie, der schließlich humorlos und trocken zum umjubelten 28:27 Endstand einwerfen konnte.

„Ich fordere von meiner Mannschaft immer vor allem die nötige Einstellung und einen grundsätzlichen Siegeswillen. Dem konnten sie heute zumindest in der zweiten Halbzeit gerecht werden, was denke ich zu der Abwehrsteigerung geführt hat, die uns zurück ins Spiel bringen konnte Dass am Ende alles etwas glücklich ist mag sein, aber wir sollten jetzt sicherlich nicht anfangen uns auch noch über ein bisschen Dusel den Kopf zu zerbrechen“, zeigt sich Markus von Aspern grundsätzlich zufrieden.

Spielfilm: 0:1; 2:4; 3:7; 7:9; 8:11; 11:12; 12:15; 13:17(HZ); 14:17; 16:18; 20:20; 21:23; 22:25; 25:25; 27:26; 28:27(Ende)

Zeitstrafen: Himmelsthür 2 – 6 (davon eine rote Karte (o.B.))

Siebenmeter: 5/6 – 0

Für den TuS aktiv: Jan Kastening, Christopher Roß-Ruzicka (n.e.) – Adrian Semke (3 Tore), Thomas Lojowsky (n.e.), Daniel Kroll (1), Valentin Rippich, Kevn Busche (1), Johannes Hofherr (n.e.), Christopher Kollmann (6/davon 4 Siebenmeter), Sean Dylan Konientzny (n.e.), Simon Oertel (3), Marlon Janik (6/1), Sören Eike Thies, Philipp Vallei (8)