TuS Grün-Weiß Himmelsthür – HSG Herrenhausen/Stöcken 24:20 (11:8)

Eine mehr oder weniger desolate Chancenauswertung hat am gestrigen Samstagabend dazu geführt, dass sich die Domvorstädter erst kurz vor Schluss spielentscheidend absetzen konnten. Etliche klarste Einwurfmöglichkeiten hielten den Gast aus Herrenhausen dabei unnötig im Spiel, das nach einer 11:8 Halbzeitführung aus Sicht der Himmelsthürer immerhin siegreich ausfiel. Damit zieht der TuS vorerst an der HSG Fuhlen-Hessisch Oldendorf vorbei und verbessert sich auf den vierten Tabellenplatz.

Von der ersten Minute an schafften es die Himmelsthürer zwar gute Abschlusssituationen zu erarbeiten, scheiterten jedoch viel zu oft am gegnerischen Torwart. Während die Abwehr einen gefestigten Eindruck machte und lediglich kleinere Probleme mit dem Herrenhäuser Kreisspiel hatte, lagen die Probleme eindeutig im Offensivspiel, in dem es allerdings weniger an fehlender Kreativität in der Erarbeitung von Möglichkeiten, als in der Verwertung selbiger mangelte. So lagen die Männer von der Fohlenkoppel ab der 11. Minute, kurz unterbrochen durch den Gästeausgleich zum 7:7, in Front, schafften es aber nicht ein größeres Polster zu erspielen. Nach einem zwischenzeitlichen 10:7 gingen beide Mannschaften dann mit einem 11:8 Spielstand in die Kabine. Bereits zu diesem Zeitpunkt hätten die Domvorstädter mit einer konsequenteren Gangart vorentscheidend davonziehen können.

In der zweiten Hälfte erhöhten sich dann die Fehler zusehends. Auf beiden Seiten wurde munter verworfen, sodass die HSG in der 52. Minute nach einem 17:13 Zwischenstand sogar auf 17:16 aufschließen konnten. Vier Tore von den Außenpositionen durch Valentin Rippich und Marlon Janik brachten den TuS dann allerdings wieder in ruhigere Fahrwasser, sodass die 21:16 Führung innerhalb der letzten fünf Minuten relativ souverän über die Zeit gebracht werden konnte. In Anbetracht des Tatbestandes, dass nur rund jeder zweite Wurf der Grün-Weißen den Weg ins gegnerische Gehäuse fand, kann sich das Team von Danny Hesse, der Markus von Aspern an der Seitenlinie vertrat, glücklich schätzen, am Ende als Sieger von der Platte gegangen zu sein.

„Auch wenn wir in der Abwehr ab und an zu offensiv agiert haben, kann ich hier zufrieden sein. Was wir heute vor dem Tor abgeliefert haben, entzieht sich mir bislang noch jeder Erklärung“, zeigt sich Interims-Headcoach Danny Hesse nach Abpfiff einigermaßen fassungslos.

Spielfilm: 1:0; 2:2; 4:4; 6:5; 7:7; 10:7; 11:8(HZ); 12:8; 13:10; 15:11; 17:13; 17:16; 21:16; 21:18; 23:19; 24:20(Ende)

Zeitstrafen: Himmelsthür 2 – Herrenhausen 4 (davon eine rote Karte (o.B.))

Siebenmeter: 5/8 – 4/4

Für den TuS aktiv: Jan Kastening, Jannik Hoppe – Adrian Semke, Thomas Lojowsky, Sean Dylan Konietzny (n.e.), Valentin Rippich (4 Tore), Kevin Busche, Markus Watermeyer (4), Johannes Hofherr (n.e.), Christopher Kollmann (6/davon 3 Siebenmeter), Harald König (2/2), Simon Oertel (5), Marlon Janik (3)