VfL Hameln 2 – TuS Grün-Weiß Himmelsthür 21:24 (10:14)

Es geht anscheinend auch ohne Haftmittel. Mit dieser wertvollen Erkenntnis sowie den Auswärtspunkten neun und zehn im Gepäck, konnten die Domvorstädter am gestrigen Sonntagnachmittag die Heimreise antreten. Auch wenn sich einige Fehler nicht vermeiden lassen konnten, zeigten die Himmelsthürer dabei eine vergleichsweise konstante Leistung, bei der Torhüter Jannik Hoppe im Kasten der Grün-Weißen herausstach und einen tadellosen Auftritt zeigte. Mit diesem Erfolg bleiben die Männer von der Fohlenkoppel in Tuchfühlung mit Tabellenplatz drei.

Es dauerte gute zehn Minuten, bis sich die Himmelsthürer an die äußeren Umstände gewöhnen und sich auch in der Abwehr besser auf den wendigen Rückraum der Hamelner einstellen konnten. Nach dem 6:3 Rückstand in der 10. Minute übernahmen die Domvorstädter jedoch zusehends das Kommando und drehten das Spiel binnen vier Minuten und einem 5:0 Lauf in ein 6:8. Auch danach waren es weiterhin die Himmelsthürer, die den Ton angeben und ihren Vorsprung weiter ausbauen konnten, sodass dieser in der 25. Minute das erste Mal fünf Tore (8:13) betrug. Etwas Pech im Abschluss sorgte dann dafür, dass die Hausherren bis zur Halbzeit noch einmal auf 10:14 verkürzen konnten.

In der zweiten Halbzeit blieb die Differenz bis zur 37. Minute zunächst aufrecht (12:16). Auch wenn man in der Folge weiterhin gute Chancen erspielte, schlich sich einmal mehr der berühmte Schlendrian in den Himmelsthürer Abschluss, sodass sich die Hamelner Stück für Stück in die Begegnung zurückspielten. In der 43. Minute konnten die Gastgeber dann seit gut 30 Minuten zum ersten Mal wieder auf ein Tor verkürzen, zu mehr sollte es jedoch nicht reichen. In dieser hochbrisanten Phase konnten sich die Domvorstädter allerdings voll auf ihren Schlussmann verlassen, der nebst Siebenmetern auch einige freie Einwurfmöglichkeiten parierte. So setzte sich das Team von Markus von Aspern durch einen 5:1 Lauf, bei dem 2. Herren-Leihgabe Linus Otto zwei wichtige Treffer beisteuern konnte, ein zweites Mal entscheidend ab. Auch wenn die Schlussphase, vor allem durch eine offene Manndeckung des VfL, noch einmal etwas hektischer wurde, schaukelten die Domvorstädter den Vorsprung sicher über die Runden. Warum dann ein klares Tor von Sören Thies rund zwei Sekunden vor Abpfiff nicht anerkannt wurde, bleibt ein kleines Geheimnis der Unparteiischen.

„Gerade aufgrund der Tatsache, dass Jan Kastening heute nur angeschlagen zur Verfügung stand, war es enorm wichtig, dass Jannik Hoppe heute so eine herausragende Leistung zeigen konnte. Aber ich will ihn auch nicht allein für unseren Sieg verantwortlich machen, weil wir heute insgesamt eine sehr geschlossene und über weite Strecken konzentrierte Mannschaftsleistung zeigen konnten und uns so den Sieg auch verdient haben“, zeigt sich TuS-Coach Markus von Aspern zufrieden.

Spielfilm: 1:0; 3:2; 6:3; 6:6; 7:8; 8:9; 8:13; 10:14(HZ); 10:15; 12:16; 14:17; 17:18; 17:21; 18:23; 20:24; 21:24(Ende)

Zeitstrafen: Hameln 4 – Himmelsthür 4

Siebenmeter: 3/7 – 2/5

Für den TuS aktiv: Jannik Hoppe, Jan Kastening – Linus Otto (2 Tore), Valentin Rippich (2), Kevin Busche, Johannes Hofherr (1), Christopher Kollmann (3/davon 1 Siebenmeter), Harald König (6/1), Simon Oertel (2), Marlon Janik (3), Sören Eike Thies, Phlipp Vallei (5)